Kedgeree stammt aus der Kolonialzeit und ist ein geniales anglo-indisches Fusionsgericht. Das ist das „andere“ herzhafte englische Frühstück, und in Deutschland leichter nachzukochen als ein klassisches Full English Breakfast, sowie einfacher zu bekommen als echte Kippers.
Das britische Kedgeree basiert ursprünglich auf dem indischen Linsengericht Khichri, hat sich im Laufe der Jahrhunderte aber stark verändert. Wer es noch nie probiert hat, kann es sich wie eine britische Curry-Variante der spanischen Paella vorstellen: würziger Reis, sanfter Fisch und gekochte Eier.
Im Original wird Kedgeree mit geräuchertem Schellfisch (smoked haddock) zubereitet. Da dieser in Deutschland schwer(er) zu bekommen ist, habe ich das Rezept an lokale Supermarkt-Klassiker angepasst. Am besten schmeckt es mit heißgeräuchertem Fisch wie Stremellachs, Pfeffermakrele oder Goldlocke. Diese sind bereits fix und fertig gegart und werden am Ende nur kurz im Reis erwärmt.
Verwendet hierfür keinen kaltgeräucherten Räucherlachs — dieser verliert im heißen Reis seine Struktur und wird matschig. Wer keinen Räucherfisch mag, kann alternativ auch frischen, rohen Fisch verwenden. Neben Lachs eignen sich hierfür auch Kabeljau, Seelachs oder Schellfisch ideal. Diese müsst ihr dann allerdings zu Beginn des Rezeptes für wenige Minuten im Gewürzsud gar kochen (pochieren) und vor dem Servieren zerzupfen. Natürlich könnt ihr auch einfach das verwenden, was ihr gerade zur Hand habt.
Noch etwas: Eine Prise Cayennepfeffer oder Chilipulver kann das Currypulver von „deutsch scharf“ auf „scharf“ bringen.
Dieses Rezept wurde von diesem englischen Rezept der „Hairy Bikers“ inspiriert.







